Europa stark machen!

Europa stark machen!
kiesewetter

Schon lange nicht mehr war das Wahlergebnis einer Europawahl so entscheidend für die Zukunft der Europäischen Union, wie es dieses Jahr sein wird. Zum einen steht eine Vielzahl europakritischer Parteien auf dem Wahlzettel, zum anderen hat der Wahlausgang erstmals eine entscheidende Bedeutung für die Nachfolge des Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso. Deshalb ist eine breite Beteiligung der Bevölkerung besonders wichtig. Die Einstellung der jungen Generation ist dabei besonders wichtig, denn gerade sie betrifft der Wahlausgang und die zukünftigen Veränderungen am meisten.

Durch meine frühere Anstellung beim Europäischen Rat in Brüssel und meiner heutigen Position als CDU/CSU-Obmann im Auswärtigen Ausschusses habe ich viel mit den Strukturen und Handlungsfeldern der EU zu tun. Das Gefühl von Freiheit und Sicherheit, das wir in unserem täglichen Leben genießen dürfen, ist zum großen Teil der politischen und wirtschaftlichen Vernetzung  mit unseren europäischen Nachbarn zu verdanken. Dem gelebten Gefühl von Frieden, Freiheit und Aussicht auf Wohlfahrt. Praktikum in Italien, Arbeiten in Portugal oder InterRail durch ganz Europa sind heute Selbstverständlichkeiten, die noch vor nicht allzu langer Zeit undenkbar waren. Aber wir dürfen uns auf dem Erreichten nicht ausruhen. Es gilt den Standard an Sicherheit, Freiheit und Mobilität aufrecht zu erhalten – und es muss weiter gedacht werden: Wie kann die EU noch effizienter zusammenarbeiten? Wie können wir für unsere Mitmenschen eine noch höhere Lebensqualität in allen Ländern der EU erreichen? Wie können wir die Menschen noch mehr für Europa begeistern?

Besonders drei Aspekte sind in meinen Augen grundlegend für ein zukunftssicheres Europa:

Demographischer Wandel: Wir erleben ein starkes demographisches Missverhältnis zwischen den wirtschaftlich starken Ländern des Nordens und den von der Finanz- und Wirtschaftskrise stark betroffenen Staaten des Südens. In Griechenland, Spanien und Kroatien steht mehr als die Hälfte der Jugendlichen auf der Straße. Gesellschaftliche Herausforderungen für die junge Generation treffen aber auch die nördlichen Länder wie Deutschland. Angesichts des dramatischen demografischen Wandels fehlen in Deutschland nicht nur Fachkräfte, sondern auch Engagierte für Freiwilligendienste jeglicher Art. Erfolgreiche Programme wie Erasmus und Leonardo zeigen, dass die Jugend an einem europaweiten Austausch interessiert ist – sich begeistern kann. Ergänzend könnte eine europäische Freiwilligeninitiative zur europaweiten Koordinierung der Freiwilligendienste den Austausch fördern und demographische Effekte ausgleichen.

Gesicherte Energieversorgung: Auch wegen der Vorgänge um die Ukraine, eine engere Abstimmung in der EU und einen weiteren Ausbau des europäischen Stromverbundes müssen Ziele des zukünftigen Parlaments sein. Für einen stabilen europäischen Stromaustausch brauchen wir genügend und vor allem leistungsfähige Grenzkuppelstellen zwischen den einzelnen Ländern. In einem gemeinsamen europäischen Markt dürfen wir nicht nur mit Scheuklappen auf unsere eigene Energiewende schauen, sondern brauchen einen eng abgestimmten europäischen Weg. Neben der Energieversorgung muss die Verbesserung der Sicherheit aller Kernkraftwerke in der Europäischen Union Hauptthema bleiben. Risiken machen nicht an Grenzen halt. Deshalb muss Deutschland seine Vorreiterrolle ernst nehmen und  für seinen energiepolitischen Kurs bei den europäischen Nachbarn werben.

Europäische Sicherheit in einem unsicheren Umfeld: Deutschland kann aktuelle und künftige Herausforderungen wie in der Ukraine oder im nördlichen Afrika nur in enger Abstimmung mit seinen europäischen Partnern meistern. Wir leben heute in einem friedlichen Europa, unser Land ist umgeben von stabilen Demokratien. Dennoch dürfen wir nicht dem Irrglauben unterliegen, unsere europäische Sicherheit könne ausschließlich von Innen gewährleistet werden. Sie ist viel mehr untrennbar mit der Sicherheit der internationalen Staatenwelt und der europäischen Nachbarschaft verknüpft.

Ich wünsche mir, dass die europäische Gemeinschaft auch in Zukunft noch stärker wird. Besonders Deutschland sollte einen aktiven Beitrag leisten, gemeinsame europäische Lösungen zu erreichen, um den Bürgern aller 28 Mitgliedstaaten eine freie und sichere Zukunft zu garantieren, wie sie heute in einigen Ländern schon selbstverständlich ist. Jeder kann hierzu seinen Beitrag leisten – mit der Stimmabgabe für Europa am 25. Mai.



Kernthese


Top 3 Contra

Contra Argument schreiben

Warning: Invalid argument supplied for foreach() in /www/htdocs/w00e5d19/ivoteeurope.de/wp-content/themes/dante/single.php on line 364

Top 3 Pro

Pro Argument schreiben

Warning: Invalid argument supplied for foreach() in /www/htdocs/w00e5d19/ivoteeurope.de/wp-content/themes/dante/single.php on line 383